Weihnachtskalender – die Überraschung zur Weihnachtszeit

Was könnte die Wartezeit bis Weihnachten schneller und besser verkürzen, als ein Weihnachtskalender, der mit vielen Überraschungen gefüllt ist. Es müssen nicht immer Süßigkeiten und Naschereien sein. Auch kleine Spielereien oder nützliche Dinge können den Adventskalender füllen. Der erste gedruckte Kalender, wie wir ihn heute kennen, entstand um 1920. Aber eigentlich ist der Adventskalender schon viel älter.

Die Geschichte des Adventskalenders

Gerhard Lang, 1881 geboren und seines Zeichens Pfarrerssohn aus dem schwäbischen Maulbronn, konnte Weihnachten nie erwarten. Deshalb kam seine Mutter auf die Idee, dem kleinen Gerhard die Wartezeit zu verkürzen. Auf ein Stück Karton zeichnete sie 24 Kästchen und befestigte darauf kleine Gebäckstücke, die Gerhard ab dem 01. Dezember abmachen und essen durfte. Gerhard Lang wollte sein Kindheitsglück auch mit anderen Kindern teilen und schuf 1904 den ersten Kalender zur Adventszeit. Betrugt mit bunten Bildern und religiösen Versen durften Kinder jeden Tag ein Bild ausschneiden und auf den dazugehörigen Vers kleben. Am Heiligen Abend zeigte das Bild das Christkind. Mit dem Adventskranz ist der Adventskalender für Kinder eine spannende Überraschung vor dem Heiligen Abend.

Für jeden den passenden Adventskalender

Erst in den fünfziger Jahren kam die Idee auf, kleine Leckereien in den Kalender zur Weihnachtszeit zu füllen. Hinter den Türchen wurde Schokolade versteckt, die zur damaligen Zeit noch etwas ganz Besonderes war. 1958 kam der erste Adventskalender in den Handel, der Schokolade enthielt. Über die Jahre kamen immer neue Überraschungen dazu, die versteckt wurden.

Inzwischen gibt es die Adventskalender in verschiedenen Formen und mit unterschiedlichen Füllungen, sodass Sie den Kalender für Ihre Lieben ganz individuell abstimmen können. Sie können auch Bräuche anderer Länder übernehmen, wie die 24 Socken. Beim Adventskalenderbasteln entstehen immer neue Ideen, die nicht nur den Inhalt zur Überraschung werden lassen, sondern auch den Weihnachtskalender selbst.

Wenn die Rathausfassade zum Adventskalender wird

In vielen Städten ist es inzwischen Tradition, dass Gebäude zu großen Adventskalendern werden und die Zeit mit Weihnachtsmarkt, Adventskranz und Weihnachtsbaum verkürzen. Zu den berühmtesten Kalendern an Gebäuden gehört das Wiener Rathaus, das in jedem Jahr neu zum Weihnachtskalender gestaltet wird.

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg hat den größten Adventskalender der Welt geschaffen. Im Advent öffnet jeden Tag eine Kirche in Württemberg ihre Pforten zu einem Aktionstag. Das Ereignis sollten Sie nicht verpassen.

Der „schönste Adventskalender der Welt“ ist in Forchheim zu finden. Hinter 23 Fenstern und der Hauptpforte des Rathauses befinden sich weihnachtliche Motive. Die Fenster werden von Weihnachtsengeln geöffnet.

Der weltgrößte frei stehende Adventskalender steht übrigens in Sachsen. Der Kalender in der Leipziger Böttchergasse bringt es auf ganze 857 m². Gestaltet wird er in jedem Jahr von den Leipziger Schulen.

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