Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…

Oppacher Adventskranz rotNein, weder Sie noch wir haben uns in der Zeit geirrt. Obwohl es gerade mal noch 259 Tage bis Weihnachten sind. Eigentlich gar nicht mehr so lang, denn die Zeit fliegt meist dahin und eh Sie sich versehen, ist wieder Weihnachten.

Deshalb wollen wir lieber gleich als später mit unserem Blog starten, in den sich alles um den Adventskranz dreht. Und falls Sie denken, so viel gibt es über den Adventskranz nicht zu erzählen, dann warten Sie mal ab. Auf unserem Blog finden Sie Spannendes, Wissenswertes, Kreatives, Fantasievolles, Geschichtliches und vieles mehr.

Woher kommt eigentlich der Adventskranz?

Jedes Jahr, am ersten Advent entzünden wir das erste Lichtlein am Adventskranz. Aber wissen Sie eigentlich, woher dieser Brauch kommt? So alt ist der Brauch noch nicht. Der Theologe Johann Hinrich Wichern führte den Kranz um 1839 im „Rauhe Haus“, einem evangelischen Kinder- und Jugendheim in Hamburg, ein. Der Erzieher wollte den Kindern damit die Zeit bis Weihnachten verkürzen. Allerdings sah der Adventskranz noch etwas anders aus. Manch einer kennt vielleicht noch die großen Wagenräder, die mit Tannenzweigen umflochten wurden und mit 28 Kerzen bestückt waren. Auf dem Adventskranz standen 18 bis 24 kleine rote Kerzen – für jeden Tag bis Weihnachten eine Kerze. Dazu gab es vier weiße Kerzen, welche die Sonntage symbolisierten. Die Idee setzt sich schnell in weiten Teilen der Bevölkerung durch und gab den Menschen Hoffnung.

Die Idee setzt sich deutschlandweit durch

Allerdings dauerte das etwas. Erst 1925 eroberte der Adventskranz auch den katholischen Teil Deutschlands. Der katholische Kranz, der zum ersten Mal in Köln brannte, hatte aber nur vier Kerzen. Die kleineren Adventskränze machten es möglich, dass die Menschen diese auch im eigenen Heim aufstellen konnten, denn für die riesigen Wagenräder war kein Platz in den meisten Wohnungen. Fünf Jahre später gab es den Adventskranz auch in München.

Groß, größer, Weltklasse

Ja, auch bei den Adventskränzen versucht man sich gegenseitig auszubooten. Ein Adventskranz kann nicht groß genug sein. Sehen können Sie solche Meisterwerke in Kaufbeuren und Mariazell zur Weihnachtszeit.

In Mariazell befindet sich der weltweit größte hängende Adventskranz. Dieser befindet sich über dem Brunnen des Hauptplatzes. Er hat die stolzen Maße von 12 Meter Durchmesser und 6 Tonnen Gewicht. Der Kranz ist mit 20 Lichtern für die Werktage und vier großen Lichtern für die Sonntage versehen. Geschaffen wurde der Kranz nach dem Vorbild vom wichernschen Adventskranz.

Der Adventskranz in Kaufbeuren wird als größter echter Adventskranz der Welt bezeichnet. Zu sehen ist er vom ersten Advent bis zum Dreikönigstag am Neptunbrunnen vom Kaufbeuren. Sein Durchmesser beträgt stolze acht Meter. Er ist mit echten Wachskerzen bestückt, die eine Höhe von zwei Metern haben. Gefertigt wird der Kranz aus Weißtannenzweigen.

Übrigens gibt es den Brauch inzwischen auch in vielen anderen Ländern. Nicht immer besteht der weihnachtliche Kranz aus vier gleichfarbigen Kerzen. Aber dazu ein anderes Mal. Bleiben Sie also gespannt, über den Adventskranz gibt es noch viel zu erzählen.

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